Der FC Schnaittach fährt einen ganz wichtigen Sieg im Endspurt der diesjährigen
Bezirksligasaison ein und schlägt den direkten Tabellennachbarn aus Zirndorf mit
2:1. Vor prächtiger heimischer Kulisse bei bestem Fußballwetter und im Rahmen
des aktuell stattfindenden Lindenfest am Sportgelände erzwang die Heimelf diesen
Erfolg regelrecht.
Dabei ging es gleich mal mit einem Stimmungsdämpfer los, denn mit der ersten
Offensivaktion der Gäste fiel in Minute Zwei bereits das erste Tor. Nach einem
Freistoß aus dem Halbfeld stieg Christop Vornehm am höchsten und verlängerte
den Ball per Kopf an die Unterkante der Latte. Von dort aus prallte der Ball kurz
hinter die Linie und dann wieder zurück ins Feld, weshalb der Linienrichter das
Zeichen für seinen Schiedsrichter-Kollegen gab, der auf Tor entschied (2.). Die
Partycrasher des ASV Zirndorf waren mit der frühen Führung im Rücken um
Spielkontrolle bemüht, fanden aber nur selten Lücken in der gut organisierten
Defensive der Schnaittacher. Diese wiederum schüttelten sich kurz und schlugen
nur ein paar Minuten später zurück: ein schöner hoher Steilpass fand seinen Weg
zum durchgelaufenen Simon Sperber, der nach einer eleganten Ballannahme das
Spielgerät per Volley unter die Latte zum 1:1-Ausgleich versenkte (8.). Es
entwickelte sich in der Folge ein ausgeglichenes Spiel mit wenig Strafraumaktionen.
Nach einer halben Stunde fasste sich Marcel Chomek mal ein Herz und zog aus gut
30 Metern einfach mal ab. Der scharf getretene Ball flatterte ein wenig, bereitete
Zirndorfs Schlussmann Niclas Wailersbach jedoch überraschend große Probleme. Er
konnte den Ball nur an den Innenpfosten lenken, von wo aus er auf der anderen
Seite seinen Weg ins Tornetz fand (29.). Erst kurz vor der Pause kamen die Gäste
nochmal zu einer zwingenden Möglichkeit, bei der Schnaittachs Spielertrainer und
Abwehrchef Michael Eckert gleich zweimal für seine Farben knapp vor der Linie
rettete. So ging es nach einer spielerisch durchwachsenden ersten Hälfte in die
Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel spürte man, dass die Gäste aus Zirndorf nochmal ein bis
zwei Gänge hochschalteten. Nun lief der Ball deutlich sicherer und gezielter durch
die Reihen des ASV und sie drückten die Gastgeber tief in die eigene Hälfte.
Besonders der Torschütze Christoph Vornehm sowie der eingewechselte Steven
Lange stellten die Defensivreihen von Schnaittach auf eine harte Probe. Die
präzisen Diagonalbälle von Kapitän Oumar Dieng setzten die beiden immer wieder
in Szene und zwangen besonders Schnaittachs Offensivass Fabian Dressendörfer
zu ungewohnt tiefen Läufen nach hinten. Mehrmals musste FCS-Keeper Andrija
Karacic in höchster Not parieren, einmal nach einem gefährlichen Kopfball (50.), kurz
darauf nach einem Abschluss aus kurzer Distanz, den er im Eins-gegen-Eins-Duell
noch an den Pfosten lenkte (55.). In dieser Druckphase gelang es dem ASV Zirndorf
immer wieder die Tiefe zu bespielen, was die hintere Abwehrreihe um Chomek,
Eckert, Deuerlein und Jaklin in unangenehme Laufduelle verwickelte. Trotzdem
bekamen die Schnaittacher immer wieder einen Fuß dazwischen. Mitte der zweiten
Hälfte gelangen der Heimelf auch hin und wieder Entlastungsaktionen nach vorne,
die aber von den beiden Flügelstürmern Dotzler (62.) und Dressendörfer (67.)
jeweils ungenutzt blieben. So ging es in eine hektische Schlussphase, in der die
Gäste sogar den vermeintlichen Ausgleich erzielen konnten. Jedoch pfiff
Schiedsrichter Hamza Harambasic diesen wegen eines Handspiels bei der
Torerzielung zurück (82.). In der Nachspielzeit bekam der FC Schnaittach dann
nochmal unverhofft die Chance, auf 3:1 zu erhöhen, nachdem der Schiedsrichter
den Einsatz von Nic Ossenbach an der Torauslinie gegen den eingewechselten
Moktada Ibrahim als Foulspiel bewertete und etwas fraglich auf den Punkt zeigte.
So trat Michael Eckert an und vergab die Chance, zu erhöhen (94.). Mit seinem
Fehlschuss und der Parade von Keeper Wailersbacher beendete der Unparteiische
die Begegnung jedoch unmittelbar, weswegen diese vergebene Chance nicht mehr
ins Gewicht fiel.
Somit erkämpft sich der FC Schnaittach diese drei Punkte zum Festbetrieb auf der
heimischen Sandplatte und viel wichtiger, zum nun greifbaren Klassenerhalt in der
ersten Bezirksligasaison nach langer Abstinenz. So lässt man den ASV Zirndorf in
der Tabelle vorerst hinter sich, die nach dieser unglücklichen Niederlage nun auch
nochmal in den Abstiegskampf hineingeraten könnten, je nachdem, wie die anderen
Spiele am morgigen Sonntag ausgehen. Die Schnaittacher dagegen dürfen nach
diesem Arbeitssieg den letzten Abend des Lindenfests genießen und schon mal
vorsichtig auf ein weiteres Jahr Bezirksliga schielen.
Quelle: fussballn.de
