Pleite trotz Chancenplus: Zirndorf unterliegt effektiver SGV 1883

Die Gäste von der SGV 1883 Nürnberg-Fürth agierten von Beginn an kompakt und defensiv orientiert. Tief stehend, lauerte die SGV konsequent auf Umschaltsituationen – ein Ansatz, der früh Wirkung zeigte. Bereits in der neunten Spielminute nutzte Deniz Sait einen Fehler im Zirndorfer Spielaufbau zur Führung für die Gäste. Der ASV zeigte sich davon unbeeindruckt und erspielte sich im weiteren Verlauf mehrere gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Mehrfach fehlte jedoch die letzte Konsequenz im Abschluss, zudem verhinderte zweimal der Pfosten den verdienten Ausgleichstreffer. Trotz klarer optischer Überlegenheit gelang es den Hausherren nicht, ihre Chancen in Zählbares umzumünzen, sodass es mit einem knappen Rückstand in die Pause ging.

Die SGV 1883 Nürnberg-Fürth (in weiß) um Doppeltorschütze Deniz Sait siegte dank einer konsequenten Chancenverwertung mit 3:1 beim ASV Zirndorf und setzte sich weiter ins gesicherte Tabellenmittelfeld der Bezirksliga Nord ab. fussballn.de / Schlirf

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild: Zirndorf investierte viel, blieb vor dem Tor jedoch glücklos. In der 60. Minute erhöhte Michalis Lazaridis für die SGV Nürnberg-Fürth auf 2:0 und stellte damit den Spielverlauf zunehmend auf den Kopf. Spätestens nach dem 3:0 durch den auffälligen Deniz Sait in der 78. Minute war die Partie entschieden. Der ASV Zirndorf gab sich jedoch nicht auf und wurde in der 80. Minute durch Jamal Mader zumindest noch mit dem 1:3-Ehrentreffer belohnt. In der Schlussphase drängten die Gastgeber zwar erneut auf den Anschluss, konnten die Defensive der Gäste aber nicht mehr entscheidend unter Druck setzen. So stand am Ende eine 1:3-Niederlage gegen äußerst effiziente Gäste. Zirndorf muss in den kommenden Partien wieder punkten, um nicht doch noch einmal in den Abstiegskampf hineinzurutschen. Die SGV 1883 setzte sich mit dem Erfolg weiter ins gesicherte Tabellenmittelfeld ab. 
Quelle: fussballn.de

Zirndorf belohnt sich nicht und teilt die Punkte

Trotz einer über weite Strecken überzeugenden Leistung musste sich der ASV
Zirndorf im Spiel gegen die SpVgg Zeckern mit einem 1:1-Unentschieden begnügen.
Von Beginn an präsentierte sich das Team engagiert und setzte den Gegner mit
frühem Pressing unter Druck. Die daraus resultierenden Ballgewinne führten zu
ersten guten Torchancen, die jedoch ungenutzt blieben. Kurz vor der Pause wurde
der Aufwand schließlich belohnt: In der 42. Minute spielte Fabian Krapfenbauer
einen präzisen Steckpass auf Luca Bagaric, der zur verdienten 1:0-Führung
vollendete.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Zeckern den Druck und drängte auf den
Ausgleich. Dennoch boten sich der Heimelf mehrere hochkarätige Möglichkeiten, die
Führung auszubauen. André Robl vergab gleich zweimal nach Standardsituationen,
zudem ließen auch Wagner und erneut Bagaric beste Chancen ungenutzt. Auf der
Gegenseite verhinderte Torhüter Niklas Wailersbacher zunächst mit einer
sehenswerten Parade den Ausgleich, als er einen abgefälschten Schuss aus dem
Winkel fischte. Wenig später war er jedoch machtlos: Ein Freistoß der Gäste prallte
von der Latte zurück ins Feld, wo Wölfel per Kopf zum 1:1 traf (81.). In der
Schlussphase spielte die Mannschaft nach einer Gelb-Roten Karte für Zeckern in
Überzahl, konnte daraus jedoch keinen entscheidenden Vorteil mehr ziehen. Trotz
weiterer Möglichkeiten blieb es beim Unentschieden. Angesichts der Spielanteile
und der Vielzahl an Chancen fühlt sich das Remis für die Heimelf wie eine
Niederlage an, während sich Zeckern über einen eher glücklichen Punktgewinn
freuen darf.
Quelle: fussballn.de

ASV Zirndorf stellt sich neu auf: Neuer Abteilungsleiter, ein Trainerduo kommt

Am Donnerstagabend fand die turnusmäßige Versammlung der Fußball-Abteilung samt Neuwahlen beim ASV Zirndorf an. Dabei gab es nicht nur den bereits angekündigten Abschied von Abteilungsleiter Christian Schlicker, sondern auch einen Nachfolger, der aus dem Verein kommt. Zudem konnten die Bibertstädter die Trainerlösung für die kommende Saison mit einem gleichberechtigten Duo fixieren.

Von Marco Galuska

fussballn.de / Schlirf

Abschied von verdienten Funktionären

Nach zehn Jahren hat Christian Schlicker sein Amt als Abteilungsleiter der Fußballer beim ASV Zirndorf planmäßig abgegeben und wird dem Verein fortan als Mitglied, aber nicht mehr in einer Funktion erhalten bleiben. Noch viel länger war freilich die Amtszeit von Kassier Ewald Ströbel, der sich den Kultstatus verdient hat, aber ebenfalls seinen Posten in jüngere Hände übergeben wollte.

Der bisherige Abteilungsleiter Christian Schlicker (r.) überreichte seinem langjährigen Kassier Ewald Ströbel symbolisch zum Abschied eine lebenslange „Ehrendauerkarte“. Foto: ASV Zirndorf

Die Nachfolge konnte beim ASV intern wie folgt geregelt werden: Oumar Dieng, der nicht nur Spieler der 1. Mannschaft ist, sondern auch schon Jugendleiter im Verein war, ist ab sofort neuer Abteilungsleiter. André Robl wird sein Stellvertrer. Nina Dreßel hat sich bereit erklärt, als Kassiererin zu übernehmen.

ASV-Vorstand Stephan Engel (l.) mit der neuen Fußball-Abteilungsleitung: André Robl (stv. Abteilungsleiter), Nina Dreßel (Kassier) und Oumar Dieng (Abteilungsleiter). Foto: ASV Zirndorf

Quasi als eine letzte Amtshandlung informierte Schlicker noch über die Trainerpersonalien beim Bezirksligisten in Hinblick auf das kommende Spieljahr. Nachdem erst kürzlich die Verlängerung mit Andreas Speer gekippt wurde und aktuell dessen ehemaliger Co-Trainer Alexander Gebelein übernommen hat – der jedoch planmäßig zur kommenden Saison den Cheftrainerposten beim SV Raitersaich übernehmen wird – galt es, den Trainerstuhl zum 1. Juni neu zu besetzen.

Francesco Russo (l.) und Jonas Zehmeister (r.) kommen als gleichberechtigtes Trainergespann nach Zirndorf.
Foto: Jasmin Stark

Dabei setzen die Zirndorfer auf ein gleichberechtigtes Trainergespann, das aktuell noch beim SV Poppenreuth um den Aufstieg in die Kreisliga kämpft. Offiziell ist dort Francesco Russo der Chefanweiser, die Zusammenarbeit mit Co-Trainer Jonas Zehmeister aber auf Augenhöhe, so wie es in Zirndorf nun von Anfang an auch nominell gelten soll. Während Russo den ASV bisher nur als Gegner aus der eigenen Karriere kannte, ist es für Zehmeister freilich eine Rückkehr an den Ort, wo er gut ein Jahrzehnt seine Fußballschuhe geschnürt hatte.

Gleichberechtigtes Trainer-Tandem

Jonas Zehmeister war selbst über Jahre für den ASV Zirndorf am Ball und wird nun als Trainer in die Bibertstadt zurückkehren. fussballn.de / Schlirf

Der Kontakt kam schließlich über die alte Verbindung von Jonas Zehmeister nach Zirndorf zustande. Als publik wurde, dass beide beim SVP aufhören würden, klopften mit Oumar Dieng und Kapitän André Robl die ehemaligen Mitspieler (und neuen Abteilungsleiter) an. Aus der Anfrage entwickelte sich eine konkrete Vorstellung und letztlich die Zusage und Fixierung der Zusammenarbeit. „Für mich fühlt es sich nach einem Heimkommen an. Ich habe mit dem TSV Ammerndorf ja in der Vergangenheit schon meinen Heimatverein trainiert und kehre jetzt nach Zirndorf zurück, wo ich lange Zeit als Spieler aktiv war„, sagt Zehmeister, der aktuell in Poppenreuth noch als Co-Trainer fungiert.

Dass es nach der Ankündigung unseres Abschieds in Poppenreuth so schnell gehen würde, hat uns auch überrascht. Uns war dabei wichtig, dass wir nicht als Chef- und Co-Trainer kommen, sondern tatsächlich zu gleichen Teilen den Trainerjob ausüben„, betont Russo und freut sich auf die Aufgabe: „Bisher kannte ich Zirndorf nur als Gegenspieler, fand den Verein aber schon immer irgendwie sexy.“ Bevor die Aufgabe in der Bezirksliga wartet, wollen die Trainer ihren aktuellen Verein noch in die Kreisliga führen: „Natürlich würden wir uns in Poppenreuth gerne mit dem Aufstieg verabschieden. Das wäre unser Wunsch – und es ist ja auch mein Jugendverein„, sagt Russo.

Lang ist’s her: Franco Russo (r.) zu Gast mit dem TSV Burgfarrnbach beim Kärwaspiel in Zirndorf. fussballn.de

Ein Quartett muss ersetzt werden

Freilich gilt es aber auch, schon für die kommende Saison zu planen. Denn klar ist, dass es das Trio Steven Lange, Nic Ossenbach und Maurice Zippenfenig zu ersetzen gilt, das sich für einen Wechsel zum FSV Erlangen-Bruck entschieden hat. Außerdem wird auch Oumar Dieng seine Fußballschuhe an den Nagel hängen und sich in erster Linie um seine Aufgaben im Verein kümmern. „Wir schauen uns einerseits auf dem Spielermarkt um, wollen andererseits mit der aktuellen Mannschaft zusammenarbeiten. Bis jetzt haben zwei Drittel zugesagt, ein paar Fragezeichen gibt es noch„, verrät Russo, der aber wie auch Zehmeister zuversichtlich ist, dass umgekehrt auch noch der ein oder andere Neue im ASV-Dress ab dem Sommer zu sehen sein wird.
Quelle: fussballn.de